Dienstag, 29. Dezember 2009

Winterpause

So der Blog macht erstmal für ein paar Tage dicht, die Kinder haben Winterferien, das heißt harte arbeit für mich.
Wir hören uns wieder im Neuen Jahr mit neuen aufregenden geschichten aus dem Land von Benjamin Blümchen MUDDA!
Frohes neues und einen gute Rutsch wünscht der Hobbyinder

Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnnachten


Nach einer typischen (?) deutschen Weihnnachts feier gestern hatte ich heute die Gelegenheit indisches X-Mas zu feiern. Hier kommt der Weihnnachtsmann (auch bekannt als X-Man) am 25 December als kam ich mit Kater direkt rechtzeitig.
Sagen wirs so Weihnachten hier ist, anders. Hier heißt Chrismas hauptsächlich, plastik Weihnachtsbäume, scharfes Hühnchen und viel Hindi Musik. Und natürlich Tanz! Sobald die die gewaltigen Boxen aufgebaut hatten wurde ich auch schon von hundersten kleiner Hände nach draußen gezerrt. Es wird getantzt Punkt! Keine ausreden!
Es sist zwar anders hier aber nicht schlecht ich vermisse ein schönes kaltes weihnachten jetzt schon aber nicht mehr so schlimm wie vorher.
In diesem Sinne euch allen eine Frohe Weihnachten, ich leg mich jetzt hin höre mir Weihnnachtslieder und versuche eine stille nacht mit viel schlaf zu finden.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Last Chrismas, i was unprepared. This year...

I´m ready!

Aber wirklich die letzten Tage waren purer stress. Nachdem ich mich dazu entschlossen hatte den kindern meines Heims ein weihnnachts geschenk zu machen, ging der wahnsinn los. Mein Geschenk für sie: Ein Spiegel fürs Badezimmer (momentan benutzen sie noch den Spiegel eines vor der Tür parkenen Motorrads), und neue Sandalen (ihr würdet nicht glauebn was die so an den Füßen tragen). Also rannte ich gesern den gesammten tag durch den Marktbezirk in Gurgaon und versuchte einen möglichst neidrigen preis für 25 paar sandalen auszuhandeln. Morgen gehts dann ab nach delhi zu einem heillig abend mit ein paar anderen deutschen freiwilligen.
Falls wir uns also morgen nicht mehr hören lieg ich warscheinlich betrunken unter ner Palme, hoffen wir das beste! In diesem Sinne Frohe Weihnnachten.

Montag, 21. Dezember 2009

Warm und kuschelig!

So heute nur ein kurzer eintrag, bin müde und kann es jetzt auch ruhig sein...DEN ICH HAB NEUE BETTWÄSCHE!
Ok, das ist für euch vileicht keine große sache aber lasst mich erklären. Meine vorherige Madartze, bestand im wesentlichen aus mehrern gefallteten Laken. Das währe nicht so schlimm gewesen weil zuhaus schlaf ich auch eigentlich nur auf ner art Futon, aber dummerweise beteht mein bett aus einer ansammlung von holzbrettern. Wenn man also tagtäglich mit schmerzen in hüfte und schulter aufwacht die dir sagen: "OH MEIN GOTT ICH BIN ANGESCHOSSEN WORDEN!", lernt man öffentlich parkbänke zu schätzen.
Der andere punkt ist das es zwar tagsüber hier im winter noch ziemlich war ist aber nachts wird es scheiße kalt. Da meine Decke aber etwa die stärke meiner madratze hatte muste ich nächtlich drei davon nehmen.
All mein elend und der schlafkonfor eines küchentisches haben nun ein ende den wie gesagt HABE NEUE BETTWÄSCHE! Sehr flauschig, sehr warm und mit kleinen elefanten drauf!
In diesem sinne ich geh jetzt schlafen hoffe im kalten deutschland habt ihrs auch gemütlich gute nacht.

Dieser Eintrag wurde gesponsert von: CAPSLOG! WEIL NICHTS DINGE DEUTLICHER MACHT ALS CAPSLOG!

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Elefantenhoden süßsauer.

Als ich nach Indien kam hatte ich eine sehr...naja sagen wirs ehrlich ich hatte keine ahnung von indischem Essen. Ich denke das einzige mal wo ich "Indisch" vorher probiert habe war bei irgendeinem frisch eröffenten indischen Restaurant in Mainz (nahe Römerpassage denke da ist jetzt ein Thailänder drin). Und naja was soll man schon zu über knorpliges Hühnchen in zu scharfer Soße sagen.
So gesehn waren für mich die ersten Tage in meinem Heim schon eine art Crushkurs gemacht. Aber mal abgesehn von der tatsache das mich selbst miltgewürtztes Kartoffelcurry vor schärfe aus den Socken gehaun hat lernte ich nicht viel über indisches essen. Es gab jeden tag die selben gerichte sättigend aber langweilig.
Meine Reise kam mir da gerade recht. Ich habe wohl noch nie in so kurzer zeit soviele dinge gegessen von denen ich vorher nichtmal gehört hatte. Und man lernt zwangsläufig eine Menge wenn man zum erstenmal vor einer Speisekarte sitzt und sich fragt: "Was heißt der Mist?". Ich hab mehrmal einfach blind bestellt und hab mich danach an den begriffen langehangelt die ich schon kannte. In dieser richtung ist das indische essen speziell, gerichte haben selten einen eigenen namen sondern werden nach ihrer zusammenstellung benannt. Paneer Butter Masala heißt so zb: Käse in Butter Soße und das ist genau was man dann bekommt. Im deutschen also statt zb Schnitzel: Schweinefleischstücke in Brot-Eigelbpanade.
Aber auch daran konnte ich mich leider nicht lange klammern den nicht immer werden dieselben Gerichte auch gleich geschrieben. So fand ich für das Gericht "Mutter Paneer" (Käse mit Erbsen) locker zehn verschiedene schreibweisen.
Man kann also mein erlebnis als kulinarischen Blindflug bezeichen. Was nicht heißen soll das es schlecht war, im gegenteil ich hatte einen heidenspaß mit dem verrückten zeug was ich gekriegt habe.
Allgemein gilt wohl für das essen in Indien was für alle bereiche des lebens hier gilt: Gewöhn dich dran oder ernähre dich ein Jahr von überteuerten Maggi Tütensuppen! Oder so ähnlich...

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Schon gut!

Heute mal wieder ein anstrengender Tag. Zwei kindergeburtstage mit Kuchen und wildem herumtollen und ich wurde natürlich zum Fotoddienst abgestellt (und eigentlich zu jedem anderen auch).
Ausserdem war heut mein monatlicher und wöchentlicher bericht an meine organisation fällig, dass heißt haufenweise englischen text verfassen und hoffen das der strom nicht ausfällt sonst is alles futsch.
Und wenn man sich dann nach einem langem arbeitstag in ruhe vor den laptop setzt und seine Emails durchblättert, fliegen aufeinmal die steine.
Das ist hierbei nur metaphorisch gemeint, in diesem falle steine = emails mit dem titel "gib uns den reise bericht zurück, du depp!" oder so ähnlich.
Allso gut denk ich mir der Kunde ist könig morgen gibts ne sonderfolge reisebericht und danach sehn wir weiter.
Vielen dank und guten abend wünscht der delhi depp.

PS: HUNDEWELPEN O_o

Montag, 14. Dezember 2009

Organisatorisches

So, die letzten Tage waren vollgestopft mit sachen die ich erledigen musste, deshalb kam ich wenig zum schreiben. Von nun an bemühe ich mich wieder täglich zu schreiben und zwar über tägliche ereignisse. Der Reisebericht ist auf unbestimmte zeit verschoben, aus gründen die was mit Bock zu tun haben.
In diesem Sinne wünsche ich einen schönen dritten Advent nachträglich und wir höhren uns BALD wieder.

Ps: Danke an alle meine treuen Leser und Kommentarschreiber und Anna für den tollen Reisebericht aus england.

Freitag, 11. Dezember 2009

Oh man!

*knister* Wir unterbrechen die momentan laufende Sendung "Niklas Ferienspaß" für eine aktuellere Meldung *knister*

Eine brandneue Folge "Murphy will kick your ass!". Heute: "Hilfe ich bin in Scheiße getreten!"

Ich laufe also nichts böses ahnend über den Markt nahe meines Heims. Es ist sehr dunkel weil mal wieder der Strom ausgefallen ist und nur wenige Gaslampen erhellen die enge Straße. Auf dem Fußweg kommen mir zwei Inder entgegen um sie zu umgehn trete ich zur Seite und schreite beherzt nach vorne aus...
Und stehe plötzlich bis zum Knie in der Scheiße.
Das ist jetzt gerade wortwörtlich gemeint. Was im schummrigen Lich wie solider Lehmboden aussah entpuppte sich als eine halben meter tiefe offene Kloake.
Aus diesem Erlebnis kann man sicher einiges lernen. Weiß nur, das ich nun neue Seife kaufen muss, meine ist jetzt leer.
In diesem Sinne: Fuck Murphy! Guten Abend


PS: R.I.P Zehenlatschen, ihr hattet ein besseres Ende verdient!

Sonntag, 6. Dezember 2009

Jodhpur mit britischem Akzent


"Die blaue Stadt" so nennt sie jeder Touristenguid, schön, verwinkelt und blau. Natürlich hat sie wie alle indischen Städte zwei seiten, nämlich eine blaue und eine nicht blaue. Ich scherze in diesem Punkt nicht (ja das kann ich), früher durften in der Stadt unter dem berühmten Fort nur die Bramahnenkaste ihre Häuser blau anstreichen. Heute macht das jeder, aber da blaue farbe teuer ist streichen sie nur die seite an die zum fort zeigt.
Jodhpur ist eine der ersten wirklich "indischen" städte die ich auf meiner reise zu gesich bekomme, die straßen sind so eng das nicth mal zwei motoradfahrer nebeneinader fahren können (dies hindert die rikshafahrer aber nicht daran mit 50 sachen durch das labyrinth zu rasen). Die oft oft mehrstöckigen häuser scheinen sich über die straßen zu beugen und verwandeln sie in dunkle tunnel in denen man die berühmten metall und stoff arbeiten von jodpur kaufen kann. So ziemlich jedes haus ist gekrönt von einem Dachgarten mit Restaurant von denen man teils tolle blicke auf das alles über schattende Fort hat.
User Hotel war ein architektonischer amoklauf, es sah so aus als ob mehrer bau teams um den ersten innenhof herum angefangen hätten ohne absprache loszubaun. Innenhöfe, Balkone, wintzige Türen, Wendeltreppen und schwimmbäder. I fucking loved it. Und ganz ehrlich wie cool ist es bitte direkt UNTER dem fort zu frühstücken.
Laut dem Lonly Planet (geheiligt werde sein name sein reich komme etc.) ist die audiotour durch das fort sehr zu empfehlen. Das ist so untertrieben, als würden man sagen eine Zitronenscheibe passt besser in eine Cola als Buttermilch. Die Tour war großartig.
Zunächsteinmal ist mir der kerl der die apparate verleiht beinah ins gesicht gesprungen vor begeisterung und hattes fertig gebracht mich beim erklären einer "Play" taste zum lachen zu bringen.
Die Tour war auf deutsch aber mit einem so unglaublich starken englischen akzent, das ich kontinuirlich grinsen musste. Über mehrer Stunden hinweg erkundeten das zugebener weise serh geräumige fort, für das bischen eintrittsgeld kriegt man hier viel geboten, so gibt es zb eine life vorführung im turban wikeln und einen profesionelen Opium Mixer der einen kosten lässt.
Viel zu fürh mussten wir schon weiter ziehn Udaipur wartet...

Samstag, 5. Dezember 2009

Die Seelen toter Geschichtenerzähler...


Es gibt dinge an die man als sesations süchtiger tourist in indien einfach nicht vorbeikommt. Dazu gehört definitf auch ein besuch im Rattentempel.
Der Tempel Karni-Mata beherbergt tausende von Ratten, die von den Tempelgängern verköstigt und versorgt werden. Der Legende nach sie sie die Seelen reincarnierter Geschichten erzähler und deshalb verehrungswürdig.
Wenn in den eigentlichen Tempel will, muss man nicht nur durch einen Metalldetektor sondern muss auch seine Schuhe ausziehen. Ich muss gestehn ich fühlt mich nicht besonders spirituell als die ersten nagetiere an meinen Füßen vorbei huschten. Die Viecher hatten nicht die geringste Angst vor Menschen, wie auch sie werden ja täglich von ihnen gefüttert.
Und so schlichen wir zu viert durch den zugegeben sehr schönen Tempel immer bemüht in nichts haariges zu tretten.
Es ist ein komisches gefühl zu sehnen wenn die selben leute die normalerweise diese Schädlinge mit schuhen erschlage, sie jetzt mit Milch füttern, während Musiker in einer ecke etwas mit trommeln und flöten spielen.
Nachdem ich mich ein wenig von der Gruppe abgesondert habe bin ich per zufall durch einige enge Gänge gestolpert und im "haus" des tempelaufsehers gelandet. Seine familie hält den Tempel in schuss und sie leben auch in ihm. Ich kann euch sagen es lässt einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen, wenn man ein etwa zweijähriges kind mit dem hin und herwedelnden schwanz einer etwa katzengroßen ratte spielen sieht.
Mein Fazit: Für mich nicht der spirituellste Platz in Indien aber defintif einer der kuriosesten.

PS: Wer eine Ratte tötet muss dem Tempel eine neue schenken, aus massivem Silber!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Einfach Wüste.

So der Fakt das ich diesen Artikel schon zum dritten mal beginne, weil jedes mal wenn ich die hälfte geschaft habe der Strom ausfällt, ärgert mich gerade ein wenig aber ihr kriegt euren reise bericht versprochen ist versprochen!
Die Tarr-Wüste außerhalb von Bikaner, ist im eigentlichen Sinne keine Wüste. Zumindestens nach meiner Stümperhaften definition, für mich ist wüste sand, punkt. Von daher würde ich es wohl eher Tarr-Steppe oder Tarr-Tundra nennen, viele kleine Büsche und Bäume und gewaltige Sanddünen am Horizont.
Also mir wurde "Wüstensafari auf Kamelen" versprochen, mal sehn wie weit wir damit kommen. Wüste: nö! Kamele? Ich kann mich nur noch dunkel an die alten Tierbücher erinnern aber sollte ein Kamel nicht eigentlich zwei höcker (B) haben anstatt nur einem (D). Also Ist es "Steppen/Tundrasafari auf Dromedaren", obwohl das "auf" auch nicht korrekt ist weil wir zumindest die Anreise zu unserem kleinen Lager auf einem Dromedarkarren verbracht haben.
Das hört sich jetzt alles sehr negativ an, ich war auch nciht gerade begeistert. Aber all das änderte sich als wir am Lager ankamen. Unter einem Absoluten sternenklaren Himmel stand ein kleiner Tisch, mit Tischdecke, Kerzen etc.
Und so kam es das wir mitten in der Wüste sehr anständig dinierten. Außerdem trafen wir noch ein nettes französisches Pärchen das scheinbar die ganze Welt bereist und dort verschiedene Schulen filmt. Das war mir in diesem moment recht egal, in der absoluten stille und leere einer Wüstennacht wirken manche dinge einfach unwichtig.
Die meisten von uns entschlossen sich auf die Zelte zu verzichten und stattdessen unter freiem Sternenhimmel zu schlafen.
So, dachte ich mir , unter meiner warmen decke liegend, und die sternschnuppen am himmel beobachtend, es fehlt nicht mehr viel zu einem perfekten Augenblick.
Natürlich kam da der Punkt wo Murphey mir mal wieder tüchtig in den Hintern trat um mich daran zu erinnern das es so einfach nicth ist. In diesem moment schaltete eine vierzig Mann starke (deutsche!) Reisegruppe hinter der nächsten Düne ihre Boxen an und beschallten die gesamte Wüste mit Techno.
Die Rückreise am nächsten Morgen war atemberaubend im zweifachen sinne. Auf dem Rücken einer Dromedars sieht alles gleich ganz anders, man ist praktisch in der Materie und so hoch oben nimmt einenem die Aussicht wirklich den Atem.
Und außerdem (damit bin mit dem Franzosen einer Meinung) nimmt einem der harte Sattel auch so den Atem.
Alles in allem war diese Safari es wohl eins der eindrüglichsten dinge die ich auf meiner reise (oder je?) erlebt habe.