
So der Fakt das ich diesen Artikel schon zum dritten mal beginne, weil jedes mal wenn ich die hälfte geschaft habe der Strom ausfällt, ärgert mich gerade ein wenig aber ihr kriegt euren reise bericht versprochen ist versprochen!
Die Tarr-Wüste außerhalb von Bikaner, ist im eigentlichen Sinne keine Wüste. Zumindestens nach meiner Stümperhaften definition, für mich ist wüste sand, punkt. Von daher würde ich es wohl eher Tarr-Steppe oder Tarr-Tundra nennen, viele kleine Büsche und Bäume und gewaltige Sanddünen am Horizont.
Also mir wurde "Wüstensafari auf Kamelen" versprochen, mal sehn wie weit wir damit kommen. Wüste: nö! Kamele? Ich kann mich nur noch dunkel an die alten Tierbücher erinnern aber sollte ein Kamel nicht eigentlich zwei höcker (B) haben anstatt nur einem (D). Also Ist es "Steppen/Tundrasafari auf Dromedaren", obwohl das "auf" auch nicht korrekt ist weil wir zumindest die Anreise zu unserem kleinen Lager auf einem Dromedarkarren verbracht haben.
Das hört sich jetzt alles sehr negativ an, ich war auch nciht gerade begeistert. Aber all das

änderte sich als wir am Lager ankamen. Unter einem Absoluten sternenklaren Himmel stand ein kleiner Tisch, mit Tischdecke, Kerzen etc.
Und so kam es das wir mitten in der Wüste sehr anständig dinierten. Außerdem trafen wir noch ein nettes französisches Pärchen das scheinbar die ganze Welt bereist und dort verschiedene Schulen filmt. Das war mir in diesem moment recht egal, in der absoluten stille und leere einer Wüstennacht wirken manche dinge einfach unwichtig.
Die meisten von uns entschlossen sich auf die Zelte zu verzichten und stattdessen unter freiem Sternenhimmel zu schlafen.
So, dachte ich mir , unter meiner warmen decke liegend, und die sternschnuppen am himmel beobachtend, es fehlt nicht mehr viel zu einem perfekten Augenblick.
Natürlich kam da der Punkt wo Murphey mir mal wieder tüchtig in den Hintern trat um mich daran zu erinnern das es so einfach nicth ist. In diesem moment schaltete eine vierzig Mann starke (deutsche!) Reisegruppe hinter der nächsten Düne ihre Boxen an und beschallten die gesamte Wüste mit Techno.
Die Rückreise am nächsten Morgen war atemberaubend im zweifachen sinne. Auf dem Rücken

einer Dromedars sieht alles gleich ganz anders, man ist praktisch in der Materie und so hoch oben nimmt einenem die Aussicht wirklich den Atem.
Und außerdem (damit bin mit dem Franzosen einer Meinung) nimmt einem der harte Sattel auch so den Atem.
Alles in allem war diese Safari es wohl eins der eindrüglichsten dinge die ich auf meiner reise (oder je?) erlebt habe.