Samstag, 27. Februar 2010

Strand!


So, bin mittlerweile wieder in Delhi bei der Arbeit, aber trotzdem folgen die letzten Tage in einer Zusammenfassung.
Wir verbrachten fünf tage in einem strandhotel in Kovalam (nagelt mich auf den namen nicht fest), und genoßen, nach dem vielen durch die gegengefahre einmal, das lange ausschlafen und generelle faulenzen.
Unseren Aufenthaltsort hätte man mit fug und recht als postkartenmotiv beschreiben können, Strand, klares Wasser, Palmen. Was nicht postkartenmotivisch wirkte war die temperatur, den bei der die dort herschte geht normalerweise papier in flammen auf.
Dafür hatte das wasser angenehme badewasser wärme und die wellen hauen einen wortwörtlich vom hocker (habe ich schon erwähnt das ich der erfinder einer neuen sportart bin? Sie heißt "Face-Surfing" und 2011 gibt es die ersten regionalen meisterschaften).
Aber abgesehn von entspannung und blaunen flecken bescherte uns das meer auch son manches leckeres abendessen. Nur ein paar Meter von uns entfernt gefangen ladeten allabendlich Kraben, Tintenfisch und dieverse Fischsorten auf unseren Tellern.
Das Hotel war zwar nicht das beste unserer reise, dafür aber deffinitv das größte: 5 restaurants, 3 swimmingpools und eine hauseigene Schule aus englischen rotbauch Potwalen.
Wie gesagt wenn man mit einer frischen kokosnuss am strand beim sonnenuntergang sitzt, kommen einem gedanken wie: "Das ist indien wie es im buche steht", "Besser gehts nicht mehr" oder "Ich habe Sand im Arsch" aber irgendwie denke ich das seit ich hier bin jeden zweiten abend.

Samstag, 20. Februar 2010

HMS Brise


Ich habe eine Hausbootfahrt gemacht, und wenn ich von Hausboot sage meine ich nicht diese Styropor und Asbest was bei uns auf manchen Zeltplätzen in irgendeinem Tümpel verroten. Ich meine einen ungebauten Lastkahn, mit einem Aufsatz aus Korpgeflecht. Komplett mit Terasse und klimatisierten Zimmern.
Für einen Tag (mit übernachtung) shipperten wir mir Brise über die Backwaters. Zwischen Reisfeldern und Kokospalmen fuhren dahin und wurden derweil von der besatzung mit essen versorgt. Generell kam mir dieser abschnitt unserer reise vor als würden wir durch einen haufen postkarten rutschen. Auf einen beinah schon kitsching Bild folgte das nächste. Frauen beim kleiderwaschen, Männer beim Fischen, Kinder im Boot auf dem weg zur schule. Eine wirklich faszinierende reise und für jeden zu empfehlen der einmal nach kerala reisen will!

Dienstag, 16. Februar 2010

Fotoshooting im Dschunel und Kampf am Buffet


Nach einer zugeben, sehr strapazierender Reise über ein indisches Gebirge, sind wir nun alle glücklich in Unserem heuteigen Hotel auf etwa 800 Metern Höhe angekommen. Das Resort besteht aus mehreren kleinen hütten die sich in den mit Palmen bewachsenen Hang schmiegen. Es liegt in mitten der berühmten Tee und Gewürzanbaugebiete von Kerala.
Und während ich mich noch über einen Teller selbstgemachte Fetuchini hermache (der besitzer des Hotels ist Italiener) wird den Müllers ein Angebot gemacht.
Wie es der Zufall will ist genau an diesem Tag ein Fotograph im Resort der dort Bilder für die ITB Berlin macht. Und wassoll ich euch sagen die Müllers wurden nach allen regel der Kunst am Pool abgelichtet. Auf Lars und mich wurde dabei wohl besonderes Augenmerk gelegt, ich zb durfte unter anderem mit einem Bier im Pool oder einem Vogelbuch in der Hängematte posieren.
Mit Aussehn oder Talent hat meine nachmittagsbeschäftigung allerdings recht wenig zu tun, der Fotograph hat einfach nur die einzigen beiden Gäste unter 30 ausgesucht.
Im moment des schreibens sitze ich gerade, nach einem mehr als reichligen Mahl aus allem was die Steintöpfe hergeben, im nächtlichen Tropenwald neben mir ein Glas Weißwein und versuche mich vor der orginal indischen Tanzvorstellung zu drücken die irgendwohinter mir gleich los geht.
Zum schluss ein besonderer Gruß an die Lieben in Deutschland von der ganzen Müllersippe uns geht es gut!


PS: Ab Morgen bein ich auf einem Hausboot unterwegs und weiß nicht ob ich da internet habe (äher nicht) werde aber den bericht so schnell wie möglich nachreichen.

Montag, 15. Februar 2010

Well, it is teatime again. Isnt it?


Momentan sitze ich in Kochin. Die Stadt fängt ihre Fische mit chinesischen Netzen, hat mehr christliche als budhistische einwohner und hat eine Weltberühmte Synagoge für genau 10 Juden. Und trotzdem dies auf den ersten Blick nicht indisch wirkt, habe ich mich noch nie so sehr wie ein Kolonialherr gefühlt. Wer mal den Film "Gandhi" gesehn hat, erinnert sich bestimmt noch an diese versnopten Kricketspieler. Nunja jetzt lebe ich genau wie die und ich muss euch sagen es ist geil!
Unser Hotel ist ein renovierter Kolonialbau mit Pool und mehr bediesteten als Gästen. Hier verbringe ich lange stunden in dem ich einfach nur relexe und mich sehr wenig bewege, den es ist heiß! Es ist heiß und schwül, tags wie nachts etwa um 30 grad, und man steht besser im schatten.
Abgesehn vom rumliegen bin ich aber nicht faul, schließlich muss der mensch ja essen! Seit 5 Monaten (genau auf den tag) habe ich keinen fisch mehr gegessen und deshalb schlage ich jetzt hier zu. Und was für fisch sie hier haben, zum mittag gabs eine Rotbarbe die unter garanti am morgen noch keine hundert meter weit von mir im meer geschwommen ist. Herrlich!
Ansonsten gab es heute noch eine Tour durch die örtlichen abzocker Emporien (staatlich Läden mit gigantischen preisen).
Morgen geht es weiter in die Berge.

Samstag, 13. Februar 2010

Indien nach Müllerart

So nach langer pause (nicht meine schuld) melde ich mich mal wieder zurück. Ich sitze momentan in einem sehr netten hotel. Vor mir ein glas mit rum und noch viel wichtiger, auf der anderen seite meines tisches: meine Eltern.
Wie viele von meinen werten lesern vieleicht schon wissen, und für die anderen kommt es jetzt noch mal: URLAUB MIT DER FAM! OLOL!
Also reise ich jetzt mit meinen werten anverwandten 2 wochen lang durch den süden indiens. Morgen geht es mit dem Fleiger nach Cuchi-Cochi-Cachi irgen sowas. Aufjedenfall was im süden wo es warm ist und die palmen blühn.
Freut euch auf pausenlose berichterstattung vorort, wlan sei dank.
An alle da draußen geht deshalb der ausruf:

"Wir sind schön und wir sind Jung,
perfekte körper unter palmen,
doch wir fallen ständig um.
Wir ernährn uns von Bacardi Rum"

Otto


Dienstag, 2. Februar 2010

Eine Ode an den indischen Verkehr


"Is this bus driving to Ambience Mall?" mit dieser oder anderen fragen startet meistens meine Reise ins ungewisse.
Für mich ist es schwer zu beschreiben wie es hier auf den Straßen zugeht. Am anfang habe ich wohl wie jeder andere gedacht, dass hinter alldem kein System steckt. Wenn es auf indischen Straßen drei spuren gibt, fahren fünf autos nebeneinader.
Wenn in Indien eine Ampel rot wird hält man nicht wegen den regln des verkehrs an sondern der regeln der physik. Man hat gelernt das die eigene Blechstampede nur solange unaufhaltbar ist bis ihr eine andere von links oder rechts reinfährt. In Indien ist der König der straße ein lastwagen der sich wie eine wand aus stahl durch den verkehr schiebt, und die prinzen sind die millionen rikschas für die keine regeln gelten. Ein Indischer fahrer sagte mir einmal "In India nothing is impossibel", er zeigte auf einen buss bei dem mehr leute auf dem dach saßen als im innern.
Und so lernt man hier das der Verkehr nicht von regeln geleitet sondern vielmehr umgekehrt die regeln vom verkehr gemacht werden.
Wenn man z.b. die straße überqueren will muss man entweder im windschatten eines lasters oder buses laufen oder sich gleich mit einer ganzen gruppe von fußgängern auf dem weg machen, frei nach dem motto, sie können uns nicht alle überfahren.
Warum ich das hier alles schreibe? Nun vieleicht aus künstlerischer schöpfungslust. Vieleicht aber auch weil ich heute 2 STUNDEM UNTERWEGS WAR WEIL ICH IM FALSCHEN BUSS SAß! Auf einer strecke die eigentlich nur ne halbe stunde in anspruch genommen hätte.
Solong see u




PS: Jedesmal wenn ihr diesen blog lest und kein kommentar hinterlast stirbt ein kätzchen!